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Die Repräsentanz des Freistaats Bayern in der Tschechischen Republik.

Bayerns Haus in Prag – das Palais Chotek

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Eröffnung der Bayerischen Repräsentanz in Prag

Die Bayerische Repräsentanz sitzt im Palais Chotek, auch „Haus zur goldenen Melone“ genannt, und damit mitten im Zentrum der Prager Altstadt – nur wenige Schritte vom Altstädter Ring entfernt.
Das heutige Palais besteht aus zwei Trakten: dem nördlichen „Haus zur goldenen Melone“ und dem südlichen „Christopherus-Haus“, später auch „Reinhart-Haus“ genannt.
Der gotische Nordtrakt stammt bereits aus dem Jahr 1401 und wurde als „Haus zur goldenen Melone“ 1422 erstmals urkundlich erwähnt.
Beide Gebäudeteile wurden im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut, am umfangreichsten wohl Anfang des 18. Jahrhunderts, als die Objekte in den Besitz der altböhmischen Adelsfamilie Chotek gelangten. Johann Nepomuk Rudolf Graf von Chotek (1748–1824) und nach ihm vor allem sein Sohn, Karel Graf von Chotek (1783–1862), ließen die beiden Häuser zu einem großen Gebäude zusammenfügen, wodurch das heutige Palais mit einheitlicher Fassade entstand. In dieser Zeit entstand auch der monumentale Treppenaufgang, der nun zu den Repräsentationsräumen der Repräsentanz Bayerns führt.

141217_Bayern in Prag_Bayerns Haus in Prag_RäumlichkeitenvergrößernSeine letzte Rekonstruktion erfuhr das Palais zwischen 1976 und 1981. Damals wurden die im Keller entdeckten gotischen Portale restauriert und in die Interieure integriert. Die historischen Zimmerdecken in den heutigen Repräsentationsräumen Bayerns wurden damals ebenfalls aufwendig wiederhergestellt und sind heute in voller Pracht zu bewundern.
1828 befand sich in diesem Haus die berühmte Tanzschule des Tanzmeisters Karel Linka, die von vielen namhaften Persönlichkeiten des böhmischen Kulturlebens wie zum Beispiel dem späteren Schriftsteller Jan Neruda besucht wurde. In der Folgezeit diente das Gebäude auch als Verkaufsraum für Konzertflügel oder als staatliche Baubehörde.
Seinen Namen „Zur goldenen Melone“ verdankt das Haus der in Prag seit jeher beliebten Frucht, die als Hauszeichen heute noch unübersehbar am Hauseingang zu finden ist. Die Michalska Straße, heute benannt nach der nahegelegenen Michaelskirche, hieß zwischenzeitlich einmal „Melonenstraße“.
Die ursprüngliche Eigentümerfamilie Chotek brachte seit dem 14. Jahrhundert viele herausragende Persönlichkeiten hervor, darunter die beiden erwähnten Bauherren. Johann Nepomuk Rudolf Graf von Chotek machte sich als Oberster Burggraf von Böhmen um Wissenschaften und Kunst verdient. Er förderte auch den wirtschaftlichen Aufschwung  Böhmens. Sein Sohn Karel ließ in Prag viele Straßen, eine Brücke und die Uferbefestigung bauen.
Der Familie entstammte auch Sofie von Chotek, die spätere Frau des habsburgischen Thronfolgers Franz Ferdinand d‘Este, die zusammen mit ihrem Mann beim Attentat von Sarajevo ums Leben kam.